Die letzten 4 Wochen

5 07 2010

Lange ist’s her, als ich an dieser Stelle meine ersten vier Wochen als Kiva Fellow resümierte. Es ging in diesem Artikel darum, wie sich die Freude, ein Kiva Fellow zu sein, nach einem ersten Hype und der darauffolgenden Ernüchterung auf einem normalen Level einpendelt. Mittlerweile bin ich bei meinen letzten vier Wochen angekommen! Und für diese letzten Wochen ist meine Freude über meine Aufgabe wieder auf einem normalen, sprich recht hohen, Niveau!

Das ist nicht so selbstverständlich. Die letzten paar Wochen waren nicht wirklich prickelnd: Angefngen bei den Verständigungsschwierigkeiten, wenn ein  nicht-russisch-sprechender Fellow auf kaum-englisch-sprechende Mitarbeiter trifft. Über die mangelnden personellen Ressourcen, die dem Projekt Kiva zur Verfügung gestellt wurden (in diese Tagen interviewten wir hier mögliche Kiva Koordinatoren für Bai-Tushum, es tut sich also was). Dann war da auch die „Entfremdung“ von der eigentlichen Aufgabe, da ich in meinen 8 Wochen hier keinen einzigen (!) Kleinstunternehmer traf, was mich so im Büro hockend dann schon sinnieren liess, was ich hier eigentlich mache. Das ganze gepaart mit den politischen und ethnischen Unruhen und der damit verbundenen Unsicherheit, ob ich in 24 Stunden überhaupt noch in Kirgistan oder schon ausgereist bin, trübten das Bild vom unbeschwerten Weltverbessererdasein eines Kiva Fellows.

Issyk Kul

Ein gemütliches Wochenende am Issyk Kul, dem riesigen See im Nordosten Kitgistans

Aber was solls, die lage in Kirgistan ist mittlerweile wieder viel besser und heute schalten wir den ersten Kunden von Bai-Tushum auf Kiva auf (da Kiva jedes Profil ejweils noch auf Fehler überprüft, geht er evtl. nicht schon heute online)! In den nächsten Wochen werden wir noch das ein oder andere Unternehmerprofil aufschalten (und Kunden besuchen). Und wenn ich in meinen letzten Wochen auch noch den neuen Kiva Koordinator schulen kann, dann bin ich zuversichtlich, dass mein Einsatz hier auch Früchte trägt. Und mit diesen Perspektiven stellt sich auch wieder dieses Gefühl ein, das ich schon vermisst hatte: dass man als Kiva Fellow Einblicke in das Leben in fernen Ländern gewinnt, die sonst nie möglich wären. Dass man einen Beitrag daran leistet, die Armut zu bekämpfen udn dabei Spass haben kann! Kurz: dass Kiva Fellows das Coolste machen, was man machen kann!

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